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Kubernetes auf Bare Metal: Warum wir es lieben und wann es sich lohnt

Entwickler-Infrastruktur, die nicht am Hypervisor scheitert.

Viele Entwickler glauben, Kubernetes sei an Amazon EKS, Azure AKS oder Google GKE gebunden. Der Mythos, dass man für eine skalierbare Container-Orchestrierung eine öffentliche Cloud brauchen würde, hält sich hartnäckig. Aber die Realität sieht anders aus.

Bei Runly setzen wir auf Bare Metal. Warum? Weil Container-Workloads oft mehr Ressourcen verbrauchen, als virtuelle Maschinen (VMs) bereitstellen können. Wenn Sie Ihre Applikationen skalieren, wollen Sie keine shared-IOPS-Limits und keine Latenz durch virtuelle Hardware.

Kubernetes auf dediziertem Hardware bietet eine Performance, die selbst die besten Managed Cloud-Konten nur schwer nachahmen können. Hier ist die Analyse, warum das der richtige Weg für Ihr Unternehmen sein könnte.

Technische Vorteile

Warum Bare Metal für K8s überwiegt

Kein Hypervisor-Overhead

In einer Cloud mietet Sie virtuelle CPU-Zeit. In einer Bare-Metal-Umgebung erhalten Sie 100 % der physischen Kerne. Für CPU-intensive K8s-Jobs bedeutet das direkten Performance-Zugriff ohne die Verzögerung eines virtuellen Monitors.

Dedizierte IOPS

In Managed Clouds teilen sich virtuelle Maschinen die Festplatten-Performance. Auf Bare Metal haben Ihre Pods exklusiven Zugriff auf die NVMe SSDs. Dies ist entscheidend für Datenbanken oder High-Throughput-Workloads in Kubernetes.

Netzwerk-Kontrolle

Verbinden Sie Ihre K8s-Cluster direkt mit Ihrem On-Premise-Datacenter oder anderen Clouds via Direct Connect oder VPN-less Peering. Keine ständigen NAT-Regel-Änderungen am Load Balancer – direkter IP-Zugriff für Ihre Services.

Entscheidungsbaum

Wann lohnt sich der Wechsel?

Nicht jede Applikation braucht Bare Metal. Hier ist eine einfache Entscheidungsgrundlage:

  • Ja
    Ihre Workload ist CPU- oder IOPS-intensiv

    Datenbanken, Machine Learning Training, High-Throughput-Webserver.

  • Ja
    Sie benötigen Compliance und Datensouveränität

    Daten dürfen nie das EU-Gebiet verlassen oder müssen streng reguliert werden.

  • Nein
    Ihre Workload ist transient und extrem kostensensitiv

    Testumgebungen oder Prototypen, die extrem günstig laufen müssen.

  • Ja
    Sie wollen volle Kontrolle über die Infrastruktur

    Keine Cloud-Abhängigkeiten, keine Vendor-Lock-in, volle Root-Rechte.

Schritt-für-Schritt: k3s auf Runly

In 20 Minuten von Null zum Cluster.

Wir nutzen k3s, den leichtgewichtigen Kubernetes-Installer. Er ist perfekt für Bare Metal, da er nur 60 MB RAM verbraucht und sehr schnell installiert ist.

1. Server-Node einrichten

Verbinden Sie sich mit SSH auf Ihren neuen Bare Metal Server bei Runly und führen Sie den k3s Installer aus:

curl -sfL https://get.k3s.io | sh -
2. Token für Worker Nodes

Rufen Sie das Cluster-Token ab, um weitere Worker hinzuzufügen:

sudo cat /var/lib/rancher/k3s/server/node-token
3. Worker Nodes verbinden

Auf einem zweiten Server (oder im selben Cluster für Tests) führen Sie folgenden Befehl aus:

curl -sfL https://get.k3s.io | K3S_URL=https://<SERVER-IP>:6443 K3S_TOKEN=<IHR-TOKEN> sh -
Runly Kubernetes Dashboard auf Bare Metal Server
Benchmark

Leistung im direkten Vergleich

+18%

CPU-Throughput

-15ms

Latenz (Docker-in-Docker)

3x

IOPS bei Datenbank-Workloads

0.4s

Pod-Startzeit (k3s)

In unserer internen Benchmark-Umgebung (PostgreSQL, Nginx, Node.js) zeigte sich, dass Bare Metal auf Runly eine konstante Performance liefert. Während wir bei virtuellen Cloud-Instanzen durch CPU-Overprovisionierung des Hosts und Speicher-Auslastungsspitzen Performance-Einbrüche erlebten, blieb die Bare-Metal-Umgebung stabil.

Besonders bei I/O-intensiven Aufgaben wie der Ingestion von Log-Daten oder der Ausführung von CI/CD-Pipelines auf Kubernetes zeigten sich massive Vorteile gegenüber standardmäßigen Cloud-Instanzen.

Fazit

Kubernetes ist nicht an die Cloud gebunden. Es ist an Ihr Setup gebunden. Wenn Sie die volle Kontrolle über Ihre Infrastruktur, maximale Performance und Datensouveränität benötigen, ist Bare Metal die einzig logische Wahl.

Bare Metal Server testen Dokumentation lesen
Über den Autor

Maximilian Weber

Maximilian Weber ist Senior DevOps Engineer bei Runly. Er beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit Container-Orchestrierung, Serverless-Architekturen und Open Source. Wenn er nicht gerade Kubernetes-Cluster baut, spielt er E-Sports oder fotografiert Architektur.


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